Aktuelles, Presse

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Mit Volldampf durch den kältesten Januar seit 30 Jahren

So kalt war der Januar letztes Mal vor 30 Jahren und wir haben im Dezember noch einige wesentliche neue Kunden an das Fernwärmenetz der Heider Holzenergie AG angeschlossen.
Würde die Zentrale mit ihren drei Holzschnitzelöfen und das Leitungsnetz mit fast 5 km Rohren genügen? Waren unsere Berechnungen richtig? Können wir die Anlagen gut genug unterhalten und betreiben?

 Wir konnten und die Berechnungen waren richtig. Einigen Kunden konnten wir die Anlagen nachregeln, so dass alle den ganzen Monat warm genug hatten und niemand kalt duschen musste.

Im Januar 2017:
- Haben wir pro Tag 80 Sm3 (Schütt-m3) Holzschnitzel verbrannt, das sind 2 LKW’s voll
- Lag die Spitzenleistung bei 3,3 MW
- Lag die Tages-Durchschnittsleistung bei 2,7 MW
- 10% der Energie haben wir mit der Abgasreinigungsanlage aus dem Abgas herausgeholt

Über Tagelswangen sieht man die mächtige Dampffahne aus unseren Hochkaminen jederzeit sehr gut, da die Abgase den Kamin mit einer Temperatur von nur 40°C verlassen. Die drei Kamine ersetzen die Fahnen und Abgase aus mehr als 80 früheren Kaminen.

Wir freuen uns darauf, weitere Gebäude an unser Fernwärmenetz anzuschliessen und zuverlässig mit Wärme zu versorgen.

 

20 Jahre Fernwärme in Tagelswangen

Heider Holzenergie AG

Vor 20 Jahren begann alles mit dem Willen der Schulgemeinde und einem lokalen Unternehmen etwas für die Umwelt zu tun.
Die Schulgemeinde beschloss, statt eine neue Oelheizung einzubauen, die Wärme für das Schulhaus Buck bei dem neu zu gründenden Contractor einzukaufen.
Die Heider Holzenergie AG (HHE) wurde gegründet und nach einem intensiven Sommer, mit dem Bau der Zentrale und der Fernleitung, konnte im Herbst das erste Mal die neue automatische Holzschnitzelheizung angefeuert und CO2-freie Wärme ans Schulhaus geliefert werden.

Mit zunehmender Bautätigkeit im Dorf entwickelte sich auch die HHE. Viele Eigentümer neuer Gebäude konnten von den Vorteilen der aus lokalem Holz erzeugten Fernwärme überzeugt werden.
So erweiterte die HHE das Leitungsnetz von den ersten 300m schrittweise auf 4,5km und die Anzahl der angeschlossenen Wohnungen von 5 plus ein Schulhaus auf über 500 und 2 Schulhäuser.
Dazu musste natürlich auch die Zentrale deutlich vergrössert werden. Unser erster Holzkessel von 500kW wurde nach 9 Jahren zum ersten Mal zu klein und mit einem zweiten Holzkessel auf 1‘500 kW vergrössert. Schon 5 Jahre später war auch das zu klein und der 3. Kessel erhöhte die Gesamtleistung auf 2,5 MW. Im Jahr 2012 begann die Nachrüstung der Zentrale mit Feinstaubfiltern um die neuen Luftreinhaltevorschriften erfüllen zu können. Ein Abgaskondensator und zwei Hochspannungsfilter zusammen mit dem Ersatz des ersten Kessels brachte die Zentrale 2015 auf den heutigen Stand: 3 Holzkessel mit total 3,6 MW Leistung und allen Vorschriften entsprechende Abgaswerte.
 Auch in diesem Jubiläumsjahr haben wir einige Gebäude neu angeschlossen und wir werden das auch weiter tun, wo immer wirtschaftlich möglich und sinnvoll.

Neben dem Betrieb und der Planung unserer eigenen Anlagen geben wir unser angesammeltes Wissen gerne auch an andere Betriebe weiter. Wir beraten bei Nachrüstungen, Umbauten und betrieblichen Problemen.
    
Am 24. Sept. zeigen wir unsere Anlagen an unserem 20. AA-Füür-Fäst.

 

Nachhaltig warm duschen

Der Landbote (des)

Sie sagten, sie könnten das Schulhaus besser und günstiger heizen. Gestern erhielten die Gebrüder Heider den Anerkennungspreis für ihre Holzenergiefirma.

Die Idee entstand aus einer Notsituation heraus: Das Tagelswanger Schulhaus Buck brauchte 1996 eine neue Heizung. «Das können wir besser als herkömmliche Anbieter», sagten sich die Brüder Heinrich, Erhard und Markus Heider und gründeten die Heider Holzenergie AG. Gestern haben sie für ihr Unternehmen den Anerkennungspreis 2015 erhalten. Diesen vergeben die Stadt Illnau-Effretikon und die Gemeinden Lindau und Kyburg einmal
jährlich. «Ich kann aus eigener Erfahrung sagen: Eure Firma funktioniert tadellos», sagte der Lindauer Gemeindepräsident Bernard Hosang gestern bei der Preisvergabe. «Ich habe immer genug warmes Wasser zum Duschen und musste auch im Winter noch nie frieren». Lindau, das Energiestadt bleiben will, sei natürlich froh um die Holzenergiefirma, sagte Gemeinderätin Susanne Sorg.  

Die Gebrüder Heider stellen aus der Verbrennung von Holzschnitzeln Fernwärme her und heizen damit 470 Wohnungen, 38 Einfamilienhäuser und zwei Schulhäuser. Erstmals rentierte das Unternehmen 2006, als viele Neubauten an das Heider-Fernwärmenetz angeschlossen wurden. Bis dahin waren die Brüder nebenberuflich für ihre Firma tätig. Heute arbeitet der mittlere Bruder und Ingenieur Erhard Heider zu hundert Prozent für den Betrieb, die anderen zwei helfen aus.
Die drei Heizkessel der Holzenergie AG befinden sich in einer Scheune, jeder Zentimeter ist optimal ausgenutzt. Der Verlauf der Leitungen in der Scheune müsse immer wieder neu geplant werden, wenn eine neue Leitung dazukomme. «Das machen wir selbst», sagt Erhard Heider. «So haben wir eine günstige und meist bessere Lösung». Im oberen Stock der Scheune werden die feuchten Schnitzel gelagert. «Trockene Schnitzel wären auch nicht effizienter», sagt Markus Heider. «Einer der drei Holzkessel läuft das ganze Jahr, die anderen bei Bedarf, damit alle Kunden immer warme Räume und Warmwasser haben», sagt Erhard Heider. Er wohnt mit seiner Familie im obersten Teil der Scheune. «Wenn der Alarm losgeht bin ich gleich zur Stelle», sagt er.
Das Vertrauen der Kunden sei für sie das Wichtigste und sie wollten deshalb verlässliche Fernwärmeanbieter sein, sagte Erhard Heider, als er sich für den Preis bedankte. «Bisher ist uns das gelungen». «Entweder haben die Häuser einen Fernwärmeanschluss oder sonst weiss ich bei jedem Haus, weshalb es nicht angeschlossen ist», sagte er. Einen Teil des Preisgeldes von 7000 Franken wollen die Unternehmer für die Diplomarbeit eines Fachhochschulstudenten ausgeben. Er will Möglichkeiten untersuchen, mit der Firma zusätzlich Strom zu gewinnen. 

 

Fernwärme Tagelswangen
Die Zentrale „dampft“ amtlich geprüft

Die Heider Holzenergie AG hat im Herbst die Leistung der Heizzentrale erhöht und die Abgase jetzt amtlich geprüft.

Unser erster Kessel, mit dem die Geschichte der Fernwärme in Tagelswangen begann, wurde nach 18 Jahren ausser Betrieb genommen und durch einen neuen, 3-mal leistungsfähigeren Kessel ersetzt. So besteht unsere Wärmeerzeugungsanlage neu aus 3 Kesseln: einmal 1,6MW und 2-mal 1MW. Damit konnten wir alle, auch die im letzten Sommer neu angeschlossenen Gebäude, zuverlässig durch den Winter mit Wärme versorgen.

Direkt verbunden mit der Wärmeerzeugung ist aber auch die Erzeugung von Abgasen. Diese müssen Vorschriften von Bund und Kanton einhalten.

Die Verbrennung von Holz ist CO2-frei, da die nachwachsenden Bäume das entstehende CO2 wieder verbrauchen. Es entstehen aber auch andere Gase wie CO, NOX und Feinstaub, die gemäss Luftreinhaltungsverordnung limitiert sind. Um die Schadstoff-Vorschriften einzuhalten, betreiben wir einen Abgaswäscher, einen Nass-Hochspannungsfilter und einen Trocken-Hochspannungsfilter.

Die Einhaltung dieser Limits muss nach der  Inbetriebsetzung neuer Anlageteile oder alle zwei Jahre durch amtliche Messungen nachgewiesen werden. Diese Messungen haben wir Ende Januar durchführen lassen und die Resultate waren erfreulich.

Dank den Abgasreinigungsanlagen konnten wir alle Abgaswerte bei allen Betriebszuständen der Anlage sicher einhalten. Der detaillierte Messbericht kann gerne bei uns eingesehen werden.

 

Wenn Sie an einem schönen Wintertag über die Felder auf das Dorf Tagelswangen schauen, sehen sie nur noch ganz wenige Kamine mit Rauch- und Dampffahnen, da viele Gebäude mit Fernwärme beheizt werden. Die drei hohen Kamine der Heizzentrale und ihre dichten Dampfwolken sind aber gut sichtbar. Die Dampfwolken besteht nur aus Dampf, amtlich geprüft.

 

 

Gerne zeigen und erklären wir Ihnen unsere Anlagen.